CBD / Cannabidiol | Das müssen Sie wissen !

Cannabidiol gehört zu den neuen Superstars unter den pflanzlichen Heil- und Hilfsmitteln. Lange Zeit fristeten die Hanfpflanze und ihre Wirkstoffe ein Schattendasein, um jetzt um so glanzvoller und in einem völlig neuen Licht zu erscheinen. Immer mehr begeisterte Anwender schwören auf die beruhigende und wohltuende Wirkung von Hanf-Extrakten. Und nicht nur im Wellnessbereich ist die Pflanze auf dem Siegeszug, auch die rennomierte Arzneimittelforschung befasst sich derzeit intensiv mit dem Hanf und seinen vielfältigen Wirkstoffkomplexen.

Die Entdeckung der Cannabinoide

Rund 120 einzelne Wirkstoffe gehören zu Gruppe der Cannabinoide, die allesamt Wirkstoffe der Hanfpflanze sind. Bisher war es vor allem das THC (Tetrahydrocannabinol), das mit Hanf in Verbindung gebracht wurde. Noch immer kommt es zu Verwechslungen von THC und CBD - und das völlig zu Unrecht. Auch wenn beide Substanzen ähnlich erscheinen, so haben sie bei genauerem Hinsehen sogar einen entgegengesetzten Effekt und CBD ist definitiv keine Rausch auslösende Substanz. Medizinisch haben beiden Stoffe ebenfalls ein sehr breites Wirkspektrum, das derzeit erforscht wird. Teilweise können sie sich dabei ergänzen und in der Alzheimer-Forschung werden beide Substanzen derzeit vielversprechenden Tests und Studien unterzogen. Cannabinoide docken im menschlichen Nervensystem an ganz bestimmte Rezeptoren an. Diese die wiederum gehören zu einem eigenen System von Nervensträngen, die in engem Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden sowie den Stoffwechselvorgängen im menschlichen Körper stehen. Die Forschung mit den Cannabinoiden ist noch relativ jung. Die Cannabinoide wurden zwar schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von einem amerikanischen Wissenschaftler isoliert und beschrieben, dennoch geriet die Pflanze dann lange Zeit wieder in Vergessenheit.

Entspannende Wirkung und positiver Einfluss auf die Psyche

Im Allgemeinen kann man das Wirkspektrum des CBD mit einem tiefen Entspannungseffekt beschreiben. Viele Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen haben als eigentliche Ursache oder Begleiterscheinung eine nervliche Überlastung und damit einhergehende Spannungszustände im ganzen Körper. Ganzheitliche Gesundheit lehren betonen immer wieder die Bedeutung des Flusses der Energie und Kraft im Körper. Dort, wo durch Stress und Überbelastungen Stauung entsteht, bildet sich ein krankhaftes Geschehen. Das breite Wirkspektrum von CBD erklärt sich also ganz einfach dadurch, dass Entspannung und Fluss als eine der essentiellen Grundlagen von Heilung angesehen werden können. Durch die Entlastung und Balancierung des Nervensystems können entzündliche Prozesse aller Art gemildert werden. Einen ähnlichen Effekt ruft zwar auch das THC hervor, jedoch geht der Entspannungszustand mit einem mehr oder weniger starken Rausch, der sich schädlich auf die Psyche auswirken kann, einher. In diesem Bereich wirkt das CBD dem THC sogar entgegengesetzt, ist es doch in der Lage durch THC verursachte Psychosen abzuschwächen.

Anwendungsmöglichkeiten

In der Pharmakologie wird CBD zur Behandlung folgender Krankheiten derzeit intensiv erforscht - Alzheimer - chronisch-entzündliche Darmerkrankungen - depressiv bipolare Störungen - Parkinson Zugelassen ist es in den USA bereits als so genanntes Orphan-Arzneimittel für eine Sonderform der Epilepsie beim Kind. Orphan-Arzneimittel kommen bei Krankheiten zum Einsatz, die so selten sind, dass sich eine nähere Erforschung nicht lohnt. Für sie gilt daher ein vereinfachtes Zulassungsverfahren. Im Bereich der Selbstmedikation und in Form von Wellnessbehandlungen kann CBD bei folgenden Beschwerden angewandt werden - akute und chronische Schmerzzustände und Verspannungen - Stress, Überbelastung und anhaltende Nervosität - allen Arten von Nervenkrankheiten - Schlafstörungen - Akne - Arthrose, Arthritis und Rheuma - Epilepsie - zur Appetitregulierung bei Übergewicht - bei Suchterkrankungen aller Art sowie zur Raucherentwöhnung - zur Linderung bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Multipler Sklerose, Parkinson, Alzheimer

CBD Öl

Das Öl wird auch als Cannabisöl bezeichnet, dabei besteht ein grundlegender Unterschied zum Hanföl, das als Speiseöl in der Küche verwendet wird. CBD Öle dagegen sind für medizinische Anwendungen und Wellnessbehandlungen gedacht und werden nur tröpfchenweise dosiert. Als Trägersubstanz dient dabei auch nicht immer reines Hanföl, einige Anbieter mischen das CBD mit anderen Speiseölen wie Distel-, Lein- oder Sonnenblumenöl. Für die eigentliche Herstellung des CBD Öls dienen die Blüten sowie Blätter weiblicher Pflanzen bestimmter Nutzhanf-Sorten. Diese Arten des Hanf unterliegen strengen Regelungen durch die EU-Verordunungen und enthalten kaum bis sehr wenig THC. Gewonnen wird das CBD aus der Pflanze durch Extraktion bzw. Herauslösung mit Kohlenstoffdioxid. Unter hohem Druck werden die Pflanzenessenzen mit Hilfe des CO2 aus dem Pflanzenmaterial heraus gespresst. In einem weiteren Arbeitsgang wird der Druck wieder abgesenkt und infolge dessen trennen sich die wertvollen Substanzen wieder vom CO2. Bis zu diesem Punkt liegt eine Vorgängersubstanz vor, die als CBDA-Säure bezeichnet wird. Erst durch Erhitzung entsteht das aktive CBD, wie es dann zu zahlreichen Produkten wie Ölen, Hanf Creme oder auch Kristallen weiter verarbeitet wird.

Vielfältige Inhaltsstoffe

Bei diesen Verfahren werden neben CBD weitere Essenzen aus der Pflanze gewonnen. Darunter befinden sich weitere Cannabinoide, wie Cannabichromen (CBC) und Cannabigerol, sowie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Terpene. Daneben kommen in Spuren Stoffe wie das Chlorophyll, Beta Carotin, Vitamine sowie diverse Spurenelemente und Mineralien vor. Naturprodukte unterliegen stets gewissen Schwankungen der Inhalsstoffe, die von der Qualität des Ausgangsmaterials, der Anbauweise und Weiterverarbeitung abhängen. Frei verkäuflich sind in Deutschland nur solche Produkte deren THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt. Eine Garantie, dass die Öle völlig frei von THC sind, können Hersteller jedoch nicht geben. Wer reinstes und leicht dosierbares CBD Sucht, sollte auf die CBD Kristalle und darauß hergestellte Produkte zurück greifen.

CBD Kristalle

Mit den Kristalle liegt eine besonders reine Form des CBD vor. Normalerweise enthalten selbst Cannabis-Extrakte immer noch mindestens Spuren von anderen Pflanzenstoffen. In einem speziellen Verfahren wird der Pflanzenextrakt weiter gereinigt, indem die Inhaltsstoffe auskristalisiert und somit voneinander getrennt werden können. Die Kristalle bestehen zu fast 99 Prozent aus reinem isolierten CBD. Der Vorteil der Kristalle, wie sie beispielsweise von Endoca angeboten werden, liegt in einer besonders leichten Dosierbarkeit und Zuverlässigkeit bei den Inhaltsstoffen. Sie sind leicht abzuwiegen und lassen den Anwender besser überblicken, welche Mengen CBD bei ihm welche Effekte erzielen.

Wie das CBD praktisch angewendet werden kann

Das Öl hat einen sehr herben bis bitteren Geschmack, der von einigen Menschen gut angenommen wird, andere jedoch haben Probleme damit. Der Markt hat sich den Vorlieben der einzelnen Menschen mit einer Vielzahl an CBD Produkten und Darreichungsformen angepasst: Öl zur oralen Aufnahme über die Mundschleimhaut Dazu wird ein Tropfen unter die Zunge geben. Die Wirkstoffe des Öls entfalten sich im Mund, der Speichelfluss wird angeregt. Das Öl sollte zur optimalen Wirkung etwa 15 Minuten im Mundraum verleiben und die entstehende Speichelflüssigkeit geschluckt werden. Danach kann der Mund mit etwas Wasser ausgespült werden. Aufnahme über die Lunge mit E-Zigaretten oder einem Verdampfer Dazu muss das Öl bereits vor dem rauchen oder Verdampfen auf eine bestimmte Temperatur gebracht werden. Die genaue Vorgehensweise ist in der Regel in den Begleitzetteln mit Anwendungtipps zu finden. als Vorteil dieser Methode gilt die mögliche Abscheidung unerwünschter Nebenstoffe. Aufnahme über de Nahrung und Getränke Cannabisöle lassen sich zu Kuchen und Plätzchen verbacken oder sind ganz einfach in andere Gerichte einzubringen. Der für manche unangenehme Geschmack kann so leicht gemildert werden. Bei Aufnahme über Getränke bitte nicht in Alkoholika mischen. Portoniert in Kapseln Der große Vorteil liegt darin, dass die Geschmackssensoren so nicht in Kontakt mit dem Öl kommen. Es ist eine Alternative für alle, die den Gemack absolut nicht vertragen. Bei dieser Anwendung setzt die Wirkung immer etwas zeitversetzt ein, je nachdem wie lange der Körper braucht, um die Kapsel zu zersetzen. Außerdem gibt es Produkte wie Hanf Creme, Pillen, Zäpfchen und Kaugummi Extrakte zum Beispiel bei Endoca.

CBD Öl und die Dosierung

Da Cannabisöl ein Pflanzenprodukt ist, auf das jeder Mensch etwas anders anspricht, ist es schwer einheitliche Dosierungen anzugeben. Eine Hilfestellung können Bücher und Berichte von Selbstanwendern im Internet sein. Insgesamt sollte langsam begonnen werden, um bei sich selbst die Verträglichkeit des Gemschmacks oder der Wirkung des Öles auf den Schleimhäuten zu testen. Dann heißt es, sich selbst und die Wirkung gut zu beobachten. Im Bereich der Selbstmedikation liegt es in der Verwantworung jedes einzelnen Anwenders, heraus zu finden, was und wieviel ihm oder ihr von einer Substanz gut tut. In der Regel nimmt der Körper das CBD, das über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf gelangt, sehr schnell auf und zeigt eine lösende Wirkung. Während der ersten 14 Tage sollten deutliche Anzeichen einer Entspannungsreaktion oder eines wohltuenden Effektes zu bemerken sein. Danach kann es zu einer Art Gewöhnung kommen, der gelöste Zustand wird hoffentlich schon "normaler" und die Effekte treten nicht mehr ganz so deutlich in die Wahrnehmung des Anwenders. Auch Nebenwirkungen machen sich sehr schnell bemerkbar. Wie bei allen pflanzlichen Produkten kann es zu individuellen Reaktionen kommen. Bisher bekannte Nebenwirkungen bei extremer Überdosierung sind in etwa Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall. Bei Abneingungen gegen den herben Geschmack kann es auch zu Übelkeit oder Brechreizen kommen. Treten solche Erscheinungen verstärkt und anhaltend auf muss die Dosierung entweder verringert, die Darreichungsform angepasst beispielsweise alternativ eine CBD Creme oder das CBD komplett abgesetzt werden.

Nervöse Angstzustände und Stress gehören heutzutage leider zum Alltag so vieler Menschen, dass es oftmals so lange nicht auffällt, dass das System permanent am Anschlag arbeitet bis ernsthafte Krankheiten auftreten. Cannabidiol und seine vielfältigen Produkte sind ein Geschenkt der Natur, von dem viele Menschen mit chronischen Leiden profitieren können. Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung mit einer der ältesten Heilpflanzen der Menschheit.

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